Wie geht das: "Aktives Altern?"

Uni-Mensa kochte für Generationendialog im Georgengarten

Es gab einmal das "europäische Jahr des aktiven Alterns," das war 2012, und es ging auch um die Solidarität der Generationen, meinte damals die Europäische Union als ausrufende Organisation. Daran hat Monica Plate, Hannovers Bürgermeisterin, in ihrer Rede zur Begrüßung der Tafelrunde im Georgengarten erinnert. Die Landeshauptstadt hatte die Anregung aufgegriffen und seither alljährlich die Generationen zum Essen und Gedankenaustausch unter freiem Himmel eingeladen, bis 2019, danach bremste Corona alles aus.

Cornelia Goesmann, Vorsitzende des Seniorenbeirates, begrüßt das Publikum auf der Bühne im Georgengarten.
Bürgermeisterin Monica Plate

In diesem Jahr haben also zum neunten Mal das Studentenwerk Hannover und der Kommunale Seniorenservice 80 Biertischgarnituren unter Bäume an der Herrenhäuser Allee gestellt und öffentlich zum Essen und zum Generationendialog gebeten. Die Uni-Mensa stellte selbst die Nudeln her und hielt die Tomatensoße mit und ohne Fleischeinlage bereit, für bis zu 1000 Leute. Es waren aber längst nicht alle Tische besetzt, und die ältere Generation blieb unter sich.

Jürgen Mai vom Seniorenservice führte durch das Programm, das Orchester der Tierärztlichen Hochschule musizierte, das Chorwerk Hannover und das Chorensemble Ahlem animierten unter der Leitung von Rudolf Neumann zum Mitsingen, Karin Zellmer vom Stadtsportbund regte zur sparsamen Bewegung an, mit der Ansage von A und O und Wusch und Peng hat sie den Damen und Herren auf den Sitzbänken offensichtlich Spaß daran bereitet.

Die frisch gewählte Vorsitzende des Seniorenbeirates Dr. Cornelia Goesmann (Foto oben, links auf der Bühne) und der Geschäftsführer vom Studentenwerk Michael Knüppel hielten ebenso wie Chormanager Martin Lüssenhop kurze Begrüßungsreden. Unter der Führung von Melanie Wichmann und Marcel Goletz hat die Küchenmannschaft vom Studentenwerk Essen und Getränke ausgegeben - der Dialog der Generationen fand also aus ganz praktischem Anlass auch noch statt.

Monica Plate hat mit ihrer Rede zum Gespräch innerhalb der älteren Generation angeregt, zum Beispiel über die Frage, was eigentlich mit dem Begriff "aktives Altern" gemeint ist, etwa auch die Teilnahme an Demonstrationen? Omas und Opas zusammen mit den jungen Fridays for Future - schließlich wollen doch Alle die Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen sichern? Wenn nicht wieder irgendein Virus grassiert oder Schlimmeres passiert wird es nächstes Jahr die Einladung zur zehnten Auflage des Generationendialogs geben, wahrscheinlich mit ähnlichen, wenn nicht sogar mit denselben Themen, sicher wieder mit leckerem Essen. Übrigens war der Nachtisch, das ebenfalls kostenfreie Speiseeis, auch ohne Nachfrage der jungen Leute am Ende fast alle.

Rudolf Neumann (3.von rechts) leitete das Einsingen im Schatten abseits der Tafel.

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