Uni und Stadt fördern Gründungsinitiativen

StartUp-Messe im Lichthof

Unis sind keine Elfenbeintürme mehr, erklärt Professor Holger Blume zu Eröffnung des ersten StartUp-Days. Vielmehr seien sie "Keimzellen für die Industrie," meint der Vizepräsident der Leibniz Universität Hannover (LUH). 21 junge Unternehmen haben im Lichthof ihre Geschäftsideen präsentiert. Studierende konnten Anregungen aufnehmen, einige auch Jobgespräche führen.

Im eindrucksvollen Lichthof im ehemaligen Welfenschloss wird die Professorenschaft am Tag der offenen Tür bereit sein, Fragen zur wissenschaftlichen Forschung zu beantworten. (Aufnahme während der StartUp-Messe im Juni 2022)
29.Juni 2022, Eigener Bericht und Aufnahmen BK

Das Spektrum reichte vom digitalen Zwilling, mit dem eine Produktionsstrasse am Computer abgebildet wird, um Einrichtung und Überwachung virtuell zu erleichtern, über Roboter fürs Jäten unerwünschter Kräuter auf den Feldern, über eine Ferkelzählmaschine, weil es im Schweinestall so unübersichtlich zugeht und deshalb die manuelle Zählung oft misslingt, bis zur Gesellschaft für die "Entwicklungsfördernde Ernährung von Schwangerschaft bis Beikoststart," augenscheinlich das einzige rein weiblich besetzte StartUp.

Hannoverimpuls, die Wirtschaftsförderungs-GmbH der Landeshauptstadt, hat zusammen mit der LUH schon vor Corona begonnen, ein Konzept für diesen StartUp Day zu entwerfen. Philipp Brandt berichtet als Sprecher von "starting business", des von der Stadt und der Uni extra gebildeten Gründungsservices, dass diesmal Firmen aus den vergangenen drei oder vier Jahren dabei sind. Künftig solle es alljährlich so eine Messe geben. Sie bildet den Rahmen zur Präsentation von Unternehmen, die zur wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen gegründet werden. Diesmal haben 250 Leute die Einladung angenommen, etwa drei Viertel von Ihnen sind Studierende, die anderen kommen aus Unternehmen, Politik oder der Wissenschaft.